Vergiftungen durch gefährliche Ausgasungsquellen im Wohnraum

Januar 1st, 2010 von admin

Schadstoffe in der Raumluft können nicht nur Allergien auslösen, sondern auch Vergiftungen zur Folge haben. Insbesondere Bauteile aus Asbest sowie diverse Holzschutz-, Binde- und Lösemittel stellen eine potentielle Gefahrenquelle dar. Mitunter führen Dioxin- und Furaneausdünstungen aus solchen Stoffen zu schweren gesundheitlichen Schäden. Teile, die vor 1980 verbaut wurden, sind oftmals formaldehydbelastet.

Die wichtigsten Ausgasungsquellen für Formaldehyd in Innenräumen sind aus Spanplatten, Sperrhölzern und Tischlerplatten hergestellte Verkleidungen, Böden, Türzargen und Möbel, Dämmplatten und Teppichrücken aus Schaumstoff sowie Spachtelmasse, Kleber, Farben und Lacke.

Formaldehyd wird in erster Linie über die Atmung, aber auch über die Haut und den Magen-Darm-Trakt aufgenommen. Formaldehydausgasungen können nicht nur zu Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsschwäche führen sowie Schleimhautreizungen, Hautallergien und Haarausfall hervorrufen, sondern auch Schädigungen der Atemwege, des Immun- und Nervensystems zur Folge haben. Darüber hinaus besteht die Annahme, dass Formaldehyd krebserzeugend, erbgutverändernd und fruchtbarkeitsschädigend wirkt.

Verunreinigte Holzschutzmittel sind besonders gefährlich

Auch pentachlorphenolhaltige Holzschutzmittel können einige Jahrzehnte lang die Raumluft vergiften. Wenn der Holzschutz zusätzlich Furane oder Dibenzo-p-Dioxine abgibt, kann es sogar zu Ausgasungen über mehrere Jahrhunderte hinweg kommen. Solche Giftstoffe befinden sich nicht nur in der Raumluft, sondern lagern sich auch in Wohntextilien ein.

Die Anzeichen von Vergiftungen durch Holzschutzmittel sind ebenso unspezifisch wie die gesundheitlichen Auswirkungen von Formaldehyd. In mehr oder minder schwerer Form kann es zu Augen- und Schleimhautreizungen, Kopfschmerzen, Konzentrations- und Leistungsschwäche sowie zu einer erhöhten Infektanfälligkeit kommen. Auch hier besteht der Verdacht, dass sich die Gifte negativ auf die Fruchtbarkeit von Mann und Frau auswirken.

Eine Analyse bringt Gewissheit

Besteht der Verdacht, dass diverse Materialien schädliche Gase in erhöhter Konzentration abgeben, sollte ein Labor konsultiert und der Wohnraum chemisch analysiert werden. Proben können aus der Raumluft, direkt aus verdächtigen Stoffen, aber auch aus Hausstaub gewonnen werden. Luftmessungen sind in der Regel kostenintensiver und weniger aussagekräftig als die Analyse von Materialproben oder die Untersuchung des Hausstaubs.

Beseitigung schadstoffbelasteter Baustoffe

Eine wirkungsvolle Minderung oder Beseitigung der Schadstoffbelastung ist zumeist nur unter sehr hohem Aufwand möglich. In der Regel ist es von Nöten, alle direkt und indirekt verseuchten Bauteilschichten sowie kontaminiertes Wohnungsinventar zu entfernen. In einzelnen Fällen kann auch die nachträgliche Versiegelung ausgasender Bauteile hilfreich sein.

Prinzipiell sollten die entsprechenden Maßnahmen nur durch fachkundige Unternehmen durchgeführt werden. Die Gefahr den eigenen Körper schwer zu vergiften, ist sehr groß, wenn unsachgemäß mit Brecheisen und Schleifmaschine gearbeitet wird.

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Haarausfall durch Stress: Ursachen und Therapie - Spannungshaarausfal

September 27th, 2009 von admin

Ursachen und Therapie gegen durch Stress / Anspannung ausgelösten erblichen Haarausfall bei Männern und Frauen.
Spannungshaarausfall (lat. Alopecia Contentionalis) ist eine lokal auftretende Form des erblich bedingten Haarausfalls.

Seine Hauptursachen liegen einerseits in der erblich bedingten Empfindlichkeit bestimmter Rezeptoren in den Haarwurzeln auf das Hormon DHT (DiHydroTestosteron), einem Derivat des männlichen Hormons Testosteron. Diese Rezeptoren lagern verstärkt DHT an, die Haarwurzeln verhornen, sie degenerieren, das Haar fällt aus.

Damit kann aber noch nicht erklärt werden, warum von vielen Betroffenen geschildert wird, dass ihr Haar insbesondere in Zeiten von starkem Stress vermehrt ausfällt und warum das Haar nicht überall auf dem Schädel gleichmäßig ausfällt sondern immer nach einem bestimmten Verlaufsmuster, dem Hamilton-Norwood-Schema (Männer) bzw. dem Ludwig-Schema (Frauen).

Ein zweiter, wesentlicher Ursachenbereich liegt auf gleich drei Stoffwechsel-Ebenen – im Gefäßsystem unter der Kopfhaut, in der Kopfhaut selbst und im Bereich der darin eingebetteten Haarwurzeln.

Bei Stress, Anspannung oder Konzentration wird sehr häufig die obere Schädelmuskulatur angespannt. Die Kopfhaut wird stärker über den knöchernen Schädel gespannt. Die feinen Blutgefäße, die unter der Kopfhaut verlaufen, werden zusammengepresst.

Messungen bei Männern mit fortgeschrittener Alopezie ergaben, dass, im Vergleich zu Männern ohne Haarausfall, im frontalen Bereich und am Schädeldach ein um 60 % signifikant reduzierter subkutaner Blutfluss vorliegt.

Die Maximalpunkte dieser Anspannung der mit der Muskulatur vernetzten Kopfhaut liegen, anatomisch bedingt, im Bereich der Trianguli (Geheimratsecken), des Scheitels und der Tonsur – die Bereiche, in denen die Haare zuerst ausfallen.

Deutlich wird diese Anspannung der Kopfhaut meist in ausgeprägter Faltenbildung an der Stirn, häufig auch in einem mit dem Haarausfall verbundenen „Haarschmerz” (lat. Trichodynie), einem Spannungsempfinden der Kopfhaut, das auch als persistierendes Kopfhautbrennen, Kribbeln („Ameisenlaufen”) oder einem regelrechten Schmerzen der Kopfhaut auftritt. Manchmal auch in einem deutlichen Hervortreten der Arteria temporalis superficialis („Zornesader”), das durch den Rückstau im Gefäßsystem hervorgerufen wird.

In der Folge ergibt sich in den betroffenen Kopfhautbereichen ein eklatanter Mangel in der transkutanen Sauerstoffsättigung des Kopfhautgewebes. Bei Messungen ergab sich eine lokale Sauerstoffreduktion um ca. 40 %. Es liegt also ein erheblicher Sauerstoffmangel nicht nur im Gewebe sondern insbesondere an den darin eingebetteten Haarwurzeln vor.

Dieser Sauerstoffmangel hat fatale Folgen. Das gesunde Wachstum der Haare hängt direkt von einer ausreichenden oder zumindest hinlänglichen Blut-, Sauerstoff- und Nährstoffversorgung der Haarfollikel ab – der subkutane Blutfluss im Bereich der Kopfhaut liegt deshalb im Normalfall rund 10-fach höher als der subkutane Blutfluss anderer Körperregionen - eines der ersten klinischen Anzeichen eines reduzierten peripheren Blutflusses ist in der Regel Haarausfall.

Die Haarmatrixzellen, die das Keratin produzieren, besitzen, um täglich ca. 1/3 mm Kopfhaar produzieren zu können, eine ca. 8-fach höhere Zellteilungsaktivität als normale Hautzellen. Sie sind deshalb extrem anfällig für Schwankungen ihrer lokalen Stoffwechselqualität, also insbesondere die Unterversorgung mit Sauerstoff.

Die biologischen Prozesse in den Haarmatrixzellen müssen bei diesem Sauerstoffmangel typischerweise unter der kritischen Grenze von 40 mmHG ablaufen (in mm Quecksilbersäule gemessener Sauerstoffpartialdruck).

Die Folge: Die Haarwurzeln verhornen ganz gezielt in diesen betroffenen Regionen mit dem androgenen Hormon DHT (DiHydroTestosteron). Die Wurzeln schrumpfen, die Haarfollikel degenerieren. Die Anagen-Phasen der Haare verkürzen sich, die telogene Phase dehnt sich (über mehrere Zyklen hinweg) aus. Der Übergang in die Anagenphase findet schließlich nicht mehr statt. Das Haar bleibt ausgefallen.

Der typische Spannungshaarausfall (Alopecia Contentionalis) beginnt an der Stirn, den Schläfen oder an der Tonsur. In diesen Kopfhautarealen ist die Kopfhautverspannung häufig deutlich erhöht. Etwas langsamer entwickelt sich der Haarausfall über das Schädeldach, dort

sind die Blut- und Sauerstoffversorgung weniger stark beeinträchtigt. In einem ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgten Haarkranz rund um den Hinterkopf (Donor-Areal) bleibt das Haar bis ins hohe Alter erhalten.

Bevor das Haar ausfällt zeigen sich die ersten Beeinträchtigungen in der Keratin-Produktion oft schon in einer Veränderung der Haarstruktur. Die Haarwurzeln können dann entweder nur noch ein feines, unpigmentiertes Haar produzieren, das sogenannte Vellushaar oder das Haar wird als „anders” empfunden, teils als „strohig”, es lässt sich nicht mehr wie gewohnt kämmen und erscheint sogar „wie ein Fremdkörper”.

In dieser Phase setzt oft ein selbstverstärkender Prozess ein. Bei unzureichender Aufklärung und Beratung der Betroffenen verstärkt sich die Angst vor weiterem Haarausfall, die Anspannung und damit die Verspannung der Kopfhautmuskulatur verstärken sich.

Die Grundvoraussetzung für die Verhinderung oder Behebung / Umkehr des typischen erblich bedingten Haarausfalls ist die Verbesserung der lokalen Sauerstoffsättigung in den betroffenen Arealen der Kopfhaut. Eine erfolgreiche Behandlung muss direkt an der Ursache der muskulären Verspannung ansetzen.

Bei rechtzeitiger Behandlung können Haarfollikel, die noch nicht abgestorben sind wieder re-aktiviert werden. Das Haar kann wieder wachsen.

Die Unterschiede bei Männern und Frauen
Frauen wie Männer konzentrieren sich stark, stehen unter hoher physischer wie psychischer Anspannung und Stress. In der Folge kann der Tensions-Effekt auf den Haarfollikel auch bei Frauen beobachtet werden, jedoch in der Regel deutlich schwächer. Die betroffenen Areale werden selten kahl sondern lichten sich in der Regel „nur”.

Männer reagieren zum einen stärker mit muskulärer Spannung auf exogene Reize, Frauen verfügen über ein anderes Stress-Management. Wesentlich für die bei Männern so heftig auftretenden Auswirkungen der Tension ist jedoch die dramatisch verstärkende Wirkung des ca. 15-fach höheren männlichen Androgenspiegels.

Androgene werden vor allem in den Leydig-Zwischenzellen des Hodens, kleine Androgenmengen im Ovar und der Nebennierenrinde, synthetisiert. Der Abbau erfolgt vor allem in der Leber, daneben in der Haut und der Prostata. Das wichtigste Androgen und das im Serum am höchsten konzentrierte, ist das eingangs aufgeführte Testosteron. Dieses Androgen ist für die Entwicklung des männlichen Individuums von ausschlaggebender Bedeutung. Aus Testosteron entsteht durch Reduktion (5a-Reduktase) der aktive Metabolit 5a-Dihydrotestosteron (DHT). Es stellt die biologisch wirksame Form des Testosterons auf zellulärer Ebene dar und wirkt an den speziellen Androgenrezeptoren.

Bei Frauen beruht der Effekt vor der Menopause praktisch ausschließlich auf der reinen durchblutungsmindernden Wirkung der Spannung. Bei ihr wird in der Folge am Scheitel und am Vertex lediglich eine leichte Ausdünnung des Haares beobachtet (sh. Ludwig-Schema).

Zum Teil tritt aber Haarausfall bei Frauen verstärkt nach der Menopause auf. Dann fällt der Östrogenspiegel als Antagonist zum Androgenspiegel weg, Bindungseiweiße im Blut sind vermindert; der freie Androgenspiegel steigt. Der Haarwuchs am Körper kann sich durch den höheren DHT-Spiegel evtl. verstärken. Auf dem Kopf tritt aber vermehrt Haarausfall auf.
Artikel auf: online-artikel.de

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Mesotherapie

Juli 28th, 2009 von admin

In der Mesotherapie werden gering dosierte Medikamenten- und Wirkstoffmischungen mit vielen extrem feinen Nadeln unter die Haut gespritzt. Die Behandlung wirkt gegen viele Beschwerden und ist auf dem Vormarsch.

Fältchen glätten, Haarausfall behandeln (ein Knüller übrigens, wie Dermatologen versichern) - auf dem Gebiet der ästhetischen Medizin ist die Mesotherapie längst ein Renner. Doch die minimalinvasive Behandlungsmethode kann mehr, wie Dr. Britta Knoll versichert.Die Münchner Ärztin für Naturheilverfahren ist Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Mesotherapie, in der rund 700 Ärzte und Heilpraktiker zusammengeschlossen sind, und seit Jahren behandelt sie unterschiedlichste Schmerzerkrankungen. „Arthrosen sind zum Beispiel sehr gut behandelbar“, weiß Dr. Knoll.

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Kompletter artikel auf Kölnische RS

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Haarausfall bei Frauen - Was wirkt wirklich?

Mai 19th, 2009 von admin

Gerade in den Wechseljahren ist für viele Frauen Haarausfall ein Thema. Doch die Ursachen sind vielfältig. Für viele Frauen beginnt eine Odyssee von Arzt zu Arzt. Frauenärzte, Hautärzte oder Internisten: Alle können für den Haarausfall zuständig sein. Eine Therapie kann sehr viel Geduld erfordern.

 Haare - wallendes Objekt der Begierde: Ganz nüchtern gesehen sind sie nichts anderes als Hornfäden, zusammengesetzt aus Keratin, einer schwefelhaltigen Eiweißverbindung, Wasser und Fett. Und dieselbigen sind äußerst zahlreich: 100.000 bis 150.000 trägt Frau am Kopf.

Haare - Luxus der Natur

Lange Haarpracht ist Symbol für Weiblichkeit, Erotik, Sexappeal. Und “Frau” setzt es ein: Sie lockt mit Natur pur oder chemischer Frisur. Haare, Luxus der Natur, sind ein Milliardengeschäft. Kaum ein anderer Teil des Körpers erfährt so viel Pflege, Aufmerksamkeit und Hingabe. Haare sind der Rahmen einer anziehenden Frau. Umso dramatischer für jede Frau, wenn die Haare plötzlich ausfallen.

Haarausfall ist heimtückisch - auch wenn er sich noch tarnen lässt. Die Bedrohung, alle Haare zu verlieren, ist eine Urangst. Haarausfall ist nicht nur ein Problem “älterer Damen”.

Gründe für Harausfall

Die Gründe, warum es dazu kommen kann, sind so zahlreich wie “Frau” Haare am Kopf hat. Die Zahl der Betroffenen ist hoch - nahezu jede Dritte leidet an Haarverlust.

Was man wirklich weiß ist, dass die Hormone oder das Immunsystem schuld sein können. Und man weiß, dass “Frau” wie auch “Mann” Haarausfall geerbt haben können - wobei wieder die Hormone eine entscheidende Rolle spielen.

Die Wurzel allen Übels ist die Haarwurzel

Ist das Kopfhaar drei bis sechs Jahre gewachsen, verhornt die Haarwurzel zu einem Kolben. Die Papille, das Wachstumszentrum des Haares, schrumpft ein. Die Haarwurzel nimmt die typische Kolbenform an. Der Follikel weitet sich wieder nach unten, die Keimzellen beginnen, sich erneut zu teilen. Wurde das alte Haar noch nicht verloren, so wird es spätestens jetzt ausgestoßen. Das dauert beim einen länger, beim anderen geht es schneller. Ein gesundes Kopfhaar erneuert sich so etwa 20 Mal im Leben.

Am Anfang der Ursachenforschung steht meist das Trichogramm. Man reißt etwa 30 Haare aus, die dann untersucht werden. Das Trichogramm zeigt, ob die Haare korrekt wachsen, wie viele Haare aktiv sind und wie viele bereits abgestorben. Das normale Verhältnis zwischen aktiven und abgestorbenen Haaren liegt bei etwa 90 zu 10.

Das Trichogramm ist für die meisten Frauen der Startschuss für weitere, komplizierte Diagnoseverfahren, um die Ursache des Haarverlusts zu finden. Eine Odyssee von Experte zu Experte ist fast immer angesagt: Vom Friseur geht es zum Hausarzt, vom Dermatologen zum Frauenarzt und weiter zum Hormonspezialisten.

Haarausfall ist ein Symptom

Haarausfall ist keine Krankheit - Haarausfall ist immer nur ein Symptom. Das macht die Diagnose so schwierig und die Therapie oft erfolglos. Allein bei 60 Hautkrankheiten kann man Haare verlieren. Weitere Ursachen: Krebs, andere schwere Erkrankungen, Entzündungen, Vergiftungen, Mangelerscheinungen, Störungen des Immmunsystems, Medikamente, zu viel Vitamin A, hormonelle Veränderungen, seelische Belastungen - und zu guter Letzt: Mann und Frau können Haarausfall erben.

Hat eine Frau einen erblich bedingten Haarausfall, spielen mehrere Faktoren zusammen:

  • Die Frau erbte die erhöhte Empfindlichkeit der Haarwurzeln auf männliche Hormone. Ist diese Empfindlichkeit besonders hoch, können die Haare schon in jungen Jahren dünn werden.
  • Falls nach den Wechseljahren die männlichen Hormone in den Vordergrund treten, so kann es erstmals zu Haarausfall kommen - oder er wird schlimmer.

Dennoch: Für “Weiblichkeit pur” sind auch männliche Hormone notwendig - wenn auch nur in geringer Menge. Gleichzeitig sind sie aber Sündenbock für den häufigsten Haarausfall bei Frauen.
Im Gegensatz zum Mann ist der Anteil an männlichen Hormonen im weiblichen Organismus um das fünf- bis zehnfache niedriger. Produziert werden diese in der Nebennierenrinde und in den Eierstöcken. Im Fettgewebe werden schwache in stark wirksame männliche Hormone umgewandelt. Sichtbarste Aufgabe der männlichen Hormone - ein Hauptvertreter ist das Testosteron - ist die Regulation des Haarwachstums bei der Frau. Zuviel Testosteron heißt allerdings: Haarausfall.

Ultraschall und Bluttest

Eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse gehört ebenfalls zum Standardprogramm, um der Ursache von Haarausfall auf die Spur zu kommen. Veränderungen dieses Organs geben Hinweise auf hormonelle Störungen. Doch nach Trichogramm und Ultraschall steht die Diagnose häufig auch noch nicht fest. Als nächstes schließt sich der Bluttest an, mit dem Untersuchungsschwerpunkt Hormone. 

Sind es immer die Hormone?

Sind Östrogene, die weiblichen Hormone, die Wunderwaffen gegen Haarausfall? Ja und Nein: Denn für Frauen über 30 und für Raucherinnen sind diese künstlichen Hormone nicht geeignet (sogar gefährlich). Silberstreif am Horizont für Frauen jeden Alters: Das Schwangeren-Hormon Östriol, es ist nebenwirkungsarm und erfolgreich - wie man hört.

Objektivierbar ist eines: Zu viele männliche Hormone sind schuld an Haarausfall - gleichzeitig können sie aber auch Haarwucherungen auslösen. Haare sprießen plötzlich dort, wo sie lästig sind, unangenehm und seelisch belastend. Gipfel der Möglichkeit: Gleichzeitiger Haarausfall am Kopf und Haarwucherungen am restlichen Körper - nach männlichem Muster.

Was ist, wenn es nicht die Hormone sind?

Was ist, wenn abgeklärt ist, dass keine ernsthafte Erkrankung zugrunde liegt und die Haare dennoch ausgehen? Dann wäre die Haaranalyse eine weitere diagnostische Möglichkeit. Sie gibt Aufschluss über Mineralstoffe und Spurenelemente. Diese Methode ist nach wie vor umstritten - dennoch liefert sie Informationen, die ein Bluttest nur bedingt liefern kann.

Ursache Stress

Welche Frau hat keinen Stress - ausgelöst durch Doppelbelastung Beruf und Familie. Magnesium wird unter Stress vermehrt ausgeschieden. Es lagert sich im Haar ein. Ein hohes Magnesium-Vorkommen im Haar bedeutet: Stress. Zu wenig Eisen oder Zink im Körper kann ebenfalls schuld an Haarausfall sein.

Was ist mit der Chemie?

Können Shampoos, Spülungen, Festiger, Kuren und andere “Haarverschönerungs-Mittel” die Haare schwinden lassen? Diesmal fast eine klare Antwort: Nein. Aber: Allergien können sie sehr wohl verursachen. Am meisten werden die Haare durch Bleichen, Färben, Dauerwellen geschädigt - sofern dies nicht sach- und fachgerecht gemacht wird. Pfusch lässt die Haare abbrechen, schädigt sogar die Haarwurzeln.

Und mechanischer Abrieb tut auch nicht gut: Haargummis, Steckkämme oder Lockenwickler - ständig genutzt - können Ursache für kahle Stellen sein.

Der kreisrunde Haarausfall

Was beispielsweise vor Jahren Sinead O’Connor zur Kultfrisur erkoren hat, ist für andere Frauen Alptraum oder harte Realität. Denn mit einer totalen Glatze kann der sogenannte kreisrunde Haarausfall enden - die zweithäufigste Art des Haarausfalls bei beiden Geschlechtern. Mit einer kleinen kahlen Stelle, etwa 2-Euro-Stück groß, fängt er an.

Der kreisrunde Haarausfall - Fachausdruck Alopezia areata - ist eine Autoimmunkrankheit. Am Rande der betroffenen Stellen wird eine Ansammlung weißer Blutkörperchen gefunden - die Abwehrzellen des Organismus.

Das heißt: Körpereigene Zellen greifen die Haarwurzeln an - sie verkümmern. Die Folge: Plötzlicher Haarausfall an der betroffenen Stelle. Der weitere Verlauf ist nicht vorherzusehen. Im Extremfall gehen alle Körperhaare verloren - auch die Augenbrauen und die Wimpern. Der kreisrunde Haarausfall hat also nichts mit Hormonstörungen zu tun.

Die Prognosen bei kreisrundem Haarausfall

In etwa 70 Prozent der Fälle wachsen die Haare nach - auch wenn es manchmal Monate oder Jahre dauert. Bei 20 Prozent allerdings heilt die Krankheit nicht ab - oder sie kommt immer wieder. Zu dieser Gruppe gehören Betroffene mit Allergien, Neurodermitis oder Asthma.

Die Therapie, bei der ein allergisches Kontaktekzem erzeugt wird, erfordert Geduld: Die Kopfhaut wird mit einer Tinktur eingerieben, welche die Haarwurzeln künstlich reizt und zur neuen Produktion anregt. Mit anderen Worten: Diese Methode hat auch Nebenwirkungen: Die behandelte Hautstelle nässt und juckt. Dennoch, das Verfahren zeigt Erfolg. Oftmals wachsen die Haare danach wieder.

Doch es gibt noch andere Therapieansätze und Erfolgsmeldungen: Akupunktur zum Beispiel oder Zinkbehandlung. Leider haben alle Methoden eines gemeinsam: Ein dauerhafter Erfolg kann nicht garantiert werden.

Entsteht kreisrunder Haarausfall, weil die Seele krank ist?

Psychologen sagen “Ja” - und liefern Erklärungen. Betroffene Frauen hätten eines gemeinsam: sie seien ängstlicher Natur und hätten Angst vor Verlusten - vor Scheidung etwa, oder vor dem Tod einer nahe stehenden Person. Sie suchten Schutz im Rückzug vom Leben.

Haarausfall bei Frauen - ein weites Feld, aber man muss Geduld haben und hartnäckig nach den Ursachen forschen, ebenso Geduld bei der Therapie aufbringen - auch wenn es manchmal schwer fällt.

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Bericht auf br-online.de

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Das Haar isst mit

März 20th, 2009 von admin

Die Gene spielen beim Verlust der Haarpracht - vor allem der männlichen - eine nicht zu unterschätzende Rolle. Immerhin: Der Natur lässt sich im Ansatz auf schmackhafte Art und Weise auf die Sprünge helfen.

Nicht nur die ausreichende Versorgung von Vitaminen wie beispielsweise B6, E sowie Eisen und Zink beeinflusst unser Haarwachstum: Unser Hormonhaushalt spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. So kann es bei übermässigem Fettkonsum zu einer erhöhten Ausschüttung von männlichen Hormonen (Testosteron) kommen. Das wiederum kann zu Haarverlust führen.

Damit es nicht zum krankheitsbedingten Haarausfall kommt, dürfen diese Nahrungsmittel zukünftig nicht auf ihrem Teller fehlen (siehe Bildstrecke oben).

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Artikel mit Bildern auf 20 Minuten Online

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