Haarausfall bei Frauen - Was wirkt wirklich?

Mai 19th, 2009 von admin

Gerade in den Wechseljahren ist für viele Frauen Haarausfall ein Thema. Doch die Ursachen sind vielfältig. Für viele Frauen beginnt eine Odyssee von Arzt zu Arzt. Frauenärzte, Hautärzte oder Internisten: Alle können für den Haarausfall zuständig sein. Eine Therapie kann sehr viel Geduld erfordern.

 Haare - wallendes Objekt der Begierde: Ganz nüchtern gesehen sind sie nichts anderes als Hornfäden, zusammengesetzt aus Keratin, einer schwefelhaltigen Eiweißverbindung, Wasser und Fett. Und dieselbigen sind äußerst zahlreich: 100.000 bis 150.000 trägt Frau am Kopf.

Haare - Luxus der Natur

Lange Haarpracht ist Symbol für Weiblichkeit, Erotik, Sexappeal. Und “Frau” setzt es ein: Sie lockt mit Natur pur oder chemischer Frisur. Haare, Luxus der Natur, sind ein Milliardengeschäft. Kaum ein anderer Teil des Körpers erfährt so viel Pflege, Aufmerksamkeit und Hingabe. Haare sind der Rahmen einer anziehenden Frau. Umso dramatischer für jede Frau, wenn die Haare plötzlich ausfallen.

Haarausfall ist heimtückisch - auch wenn er sich noch tarnen lässt. Die Bedrohung, alle Haare zu verlieren, ist eine Urangst. Haarausfall ist nicht nur ein Problem “älterer Damen”.

Gründe für Harausfall

Die Gründe, warum es dazu kommen kann, sind so zahlreich wie “Frau” Haare am Kopf hat. Die Zahl der Betroffenen ist hoch - nahezu jede Dritte leidet an Haarverlust.

Was man wirklich weiß ist, dass die Hormone oder das Immunsystem schuld sein können. Und man weiß, dass “Frau” wie auch “Mann” Haarausfall geerbt haben können - wobei wieder die Hormone eine entscheidende Rolle spielen.

Die Wurzel allen Übels ist die Haarwurzel

Ist das Kopfhaar drei bis sechs Jahre gewachsen, verhornt die Haarwurzel zu einem Kolben. Die Papille, das Wachstumszentrum des Haares, schrumpft ein. Die Haarwurzel nimmt die typische Kolbenform an. Der Follikel weitet sich wieder nach unten, die Keimzellen beginnen, sich erneut zu teilen. Wurde das alte Haar noch nicht verloren, so wird es spätestens jetzt ausgestoßen. Das dauert beim einen länger, beim anderen geht es schneller. Ein gesundes Kopfhaar erneuert sich so etwa 20 Mal im Leben.

Am Anfang der Ursachenforschung steht meist das Trichogramm. Man reißt etwa 30 Haare aus, die dann untersucht werden. Das Trichogramm zeigt, ob die Haare korrekt wachsen, wie viele Haare aktiv sind und wie viele bereits abgestorben. Das normale Verhältnis zwischen aktiven und abgestorbenen Haaren liegt bei etwa 90 zu 10.

Das Trichogramm ist für die meisten Frauen der Startschuss für weitere, komplizierte Diagnoseverfahren, um die Ursache des Haarverlusts zu finden. Eine Odyssee von Experte zu Experte ist fast immer angesagt: Vom Friseur geht es zum Hausarzt, vom Dermatologen zum Frauenarzt und weiter zum Hormonspezialisten.

Haarausfall ist ein Symptom

Haarausfall ist keine Krankheit - Haarausfall ist immer nur ein Symptom. Das macht die Diagnose so schwierig und die Therapie oft erfolglos. Allein bei 60 Hautkrankheiten kann man Haare verlieren. Weitere Ursachen: Krebs, andere schwere Erkrankungen, Entzündungen, Vergiftungen, Mangelerscheinungen, Störungen des Immmunsystems, Medikamente, zu viel Vitamin A, hormonelle Veränderungen, seelische Belastungen - und zu guter Letzt: Mann und Frau können Haarausfall erben.

Hat eine Frau einen erblich bedingten Haarausfall, spielen mehrere Faktoren zusammen:

  • Die Frau erbte die erhöhte Empfindlichkeit der Haarwurzeln auf männliche Hormone. Ist diese Empfindlichkeit besonders hoch, können die Haare schon in jungen Jahren dünn werden.
  • Falls nach den Wechseljahren die männlichen Hormone in den Vordergrund treten, so kann es erstmals zu Haarausfall kommen - oder er wird schlimmer.

Dennoch: Für “Weiblichkeit pur” sind auch männliche Hormone notwendig - wenn auch nur in geringer Menge. Gleichzeitig sind sie aber Sündenbock für den häufigsten Haarausfall bei Frauen.
Im Gegensatz zum Mann ist der Anteil an männlichen Hormonen im weiblichen Organismus um das fünf- bis zehnfache niedriger. Produziert werden diese in der Nebennierenrinde und in den Eierstöcken. Im Fettgewebe werden schwache in stark wirksame männliche Hormone umgewandelt. Sichtbarste Aufgabe der männlichen Hormone - ein Hauptvertreter ist das Testosteron - ist die Regulation des Haarwachstums bei der Frau. Zuviel Testosteron heißt allerdings: Haarausfall.

Ultraschall und Bluttest

Eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse gehört ebenfalls zum Standardprogramm, um der Ursache von Haarausfall auf die Spur zu kommen. Veränderungen dieses Organs geben Hinweise auf hormonelle Störungen. Doch nach Trichogramm und Ultraschall steht die Diagnose häufig auch noch nicht fest. Als nächstes schließt sich der Bluttest an, mit dem Untersuchungsschwerpunkt Hormone. 

Sind es immer die Hormone?

Sind Östrogene, die weiblichen Hormone, die Wunderwaffen gegen Haarausfall? Ja und Nein: Denn für Frauen über 30 und für Raucherinnen sind diese künstlichen Hormone nicht geeignet (sogar gefährlich). Silberstreif am Horizont für Frauen jeden Alters: Das Schwangeren-Hormon Östriol, es ist nebenwirkungsarm und erfolgreich - wie man hört.

Objektivierbar ist eines: Zu viele männliche Hormone sind schuld an Haarausfall - gleichzeitig können sie aber auch Haarwucherungen auslösen. Haare sprießen plötzlich dort, wo sie lästig sind, unangenehm und seelisch belastend. Gipfel der Möglichkeit: Gleichzeitiger Haarausfall am Kopf und Haarwucherungen am restlichen Körper - nach männlichem Muster.

Was ist, wenn es nicht die Hormone sind?

Was ist, wenn abgeklärt ist, dass keine ernsthafte Erkrankung zugrunde liegt und die Haare dennoch ausgehen? Dann wäre die Haaranalyse eine weitere diagnostische Möglichkeit. Sie gibt Aufschluss über Mineralstoffe und Spurenelemente. Diese Methode ist nach wie vor umstritten - dennoch liefert sie Informationen, die ein Bluttest nur bedingt liefern kann.

Ursache Stress

Welche Frau hat keinen Stress - ausgelöst durch Doppelbelastung Beruf und Familie. Magnesium wird unter Stress vermehrt ausgeschieden. Es lagert sich im Haar ein. Ein hohes Magnesium-Vorkommen im Haar bedeutet: Stress. Zu wenig Eisen oder Zink im Körper kann ebenfalls schuld an Haarausfall sein.

Was ist mit der Chemie?

Können Shampoos, Spülungen, Festiger, Kuren und andere “Haarverschönerungs-Mittel” die Haare schwinden lassen? Diesmal fast eine klare Antwort: Nein. Aber: Allergien können sie sehr wohl verursachen. Am meisten werden die Haare durch Bleichen, Färben, Dauerwellen geschädigt - sofern dies nicht sach- und fachgerecht gemacht wird. Pfusch lässt die Haare abbrechen, schädigt sogar die Haarwurzeln.

Und mechanischer Abrieb tut auch nicht gut: Haargummis, Steckkämme oder Lockenwickler - ständig genutzt - können Ursache für kahle Stellen sein.

Der kreisrunde Haarausfall

Was beispielsweise vor Jahren Sinead O’Connor zur Kultfrisur erkoren hat, ist für andere Frauen Alptraum oder harte Realität. Denn mit einer totalen Glatze kann der sogenannte kreisrunde Haarausfall enden - die zweithäufigste Art des Haarausfalls bei beiden Geschlechtern. Mit einer kleinen kahlen Stelle, etwa 2-Euro-Stück groß, fängt er an.

Der kreisrunde Haarausfall - Fachausdruck Alopezia areata - ist eine Autoimmunkrankheit. Am Rande der betroffenen Stellen wird eine Ansammlung weißer Blutkörperchen gefunden - die Abwehrzellen des Organismus.

Das heißt: Körpereigene Zellen greifen die Haarwurzeln an - sie verkümmern. Die Folge: Plötzlicher Haarausfall an der betroffenen Stelle. Der weitere Verlauf ist nicht vorherzusehen. Im Extremfall gehen alle Körperhaare verloren - auch die Augenbrauen und die Wimpern. Der kreisrunde Haarausfall hat also nichts mit Hormonstörungen zu tun.

Die Prognosen bei kreisrundem Haarausfall

In etwa 70 Prozent der Fälle wachsen die Haare nach - auch wenn es manchmal Monate oder Jahre dauert. Bei 20 Prozent allerdings heilt die Krankheit nicht ab - oder sie kommt immer wieder. Zu dieser Gruppe gehören Betroffene mit Allergien, Neurodermitis oder Asthma.

Die Therapie, bei der ein allergisches Kontaktekzem erzeugt wird, erfordert Geduld: Die Kopfhaut wird mit einer Tinktur eingerieben, welche die Haarwurzeln künstlich reizt und zur neuen Produktion anregt. Mit anderen Worten: Diese Methode hat auch Nebenwirkungen: Die behandelte Hautstelle nässt und juckt. Dennoch, das Verfahren zeigt Erfolg. Oftmals wachsen die Haare danach wieder.

Doch es gibt noch andere Therapieansätze und Erfolgsmeldungen: Akupunktur zum Beispiel oder Zinkbehandlung. Leider haben alle Methoden eines gemeinsam: Ein dauerhafter Erfolg kann nicht garantiert werden.

Entsteht kreisrunder Haarausfall, weil die Seele krank ist?

Psychologen sagen “Ja” - und liefern Erklärungen. Betroffene Frauen hätten eines gemeinsam: sie seien ängstlicher Natur und hätten Angst vor Verlusten - vor Scheidung etwa, oder vor dem Tod einer nahe stehenden Person. Sie suchten Schutz im Rückzug vom Leben.

Haarausfall bei Frauen - ein weites Feld, aber man muss Geduld haben und hartnäckig nach den Ursachen forschen, ebenso Geduld bei der Therapie aufbringen - auch wenn es manchmal schwer fällt.

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Bericht auf br-online.de

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Das Haar isst mit

März 20th, 2009 von admin

Die Gene spielen beim Verlust der Haarpracht - vor allem der männlichen - eine nicht zu unterschätzende Rolle. Immerhin: Der Natur lässt sich im Ansatz auf schmackhafte Art und Weise auf die Sprünge helfen.

Nicht nur die ausreichende Versorgung von Vitaminen wie beispielsweise B6, E sowie Eisen und Zink beeinflusst unser Haarwachstum: Unser Hormonhaushalt spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. So kann es bei übermässigem Fettkonsum zu einer erhöhten Ausschüttung von männlichen Hormonen (Testosteron) kommen. Das wiederum kann zu Haarverlust führen.

Damit es nicht zum krankheitsbedingten Haarausfall kommt, dürfen diese Nahrungsmittel zukünftig nicht auf ihrem Teller fehlen (siehe Bildstrecke oben).

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Artikel mit Bildern auf 20 Minuten Online

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Neu entdeckte Haarausfall Ursache - der bologische Trennungskonflikt

Januar 8th, 2009 von admin

Das Hormon DHT ist am Haarausfall Geschehen beteiligt - doch warum kommt es zu einer solchen Hormonkonzentration gerade im Haarboden?Das Erscheinungsbild eines Menschen beruht auf Informationen, die in der DNA gespeichert sind. Ein DNA-Abschnitt, ein langgezogenes Molekül ist aus einzelnen Bausteinen zusammengesetzt und wird als Gen  bezeichnet.

Gene sind über ihre Produkte, Proteine und Enzyme, sowie Zellen und Organe des Körpers zu Netzwerken verknüpft, die nach natürlichen Gesetzen – Ordnung und Harmonie im Organismus gewährleisten. Ein Gen kann weder selbst entscheiden noch sich irren, doch es kann „falsch” abgelesen werden. Es kann auch aufgrund einer Veränderung seiner Bausteine Anlass dazu geben, dass ein Genprodukt, also ein Protein oder ein Enzym nicht richtig oder anders als gewohnt arbeitet. So ist der „plötzliche Arbeitseifer” des Enzyms 5-alpha-Reduktase zu erklären.

Doch wie kommt es zu solchen „Lese-Fehlern” und wie können diese korrigieren werden?
Ausreichend viele Untersuchungen zeigen, dass eine starke Wechselwirkung zwischen Psyche und Organismus, insbesondere mit dem Immunsystem besteht. Seelisches Erleben steht also mit körperlichen Veränderungen in Beziehung. Und zwar wechselseitig:

Die menschliche Psyche ist in der Lage dazu, den „Lesefehler” herbeizuführen und auch zu korrigieren.
Nach meinen Erkenntnissen ist es die biologisch sinnvolle Reaktion des Organismus auf einen so genannten Trennungskonflikt, der das Vegetative Nervensystem veranlasst, Enzymproduktion anzuregen und die endokrinen Drüsen zu aktivieren. Ich habe die Trennungskonflikte bei über 80% aller meiner Klienten, die vom Haarausfall betroffen sind und waren, durch Befragen ermittelt.

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Artikel auf online-artikel.de

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Neue Hoffnung bei Haarausfall

September 12th, 2008 von admin

Berner Forscher entdecken Haarwuchs-Gen.
In Bern haben Forscher die Gen-Mutation gefunden, die zur Haarlosigkeit bei Nackthunden führt. Da auch der Mensch dieses Gen besitzt, weckt die Entdeckung Hoffnung für Therapien gegen Haarausfall.
Die Entdeckung könnte eine Grundlage für eine künftige Therapie gegen Haarausfall sein, wie aus einer Mitteilung der Universität Bern hervorgeht.

Die Berner Genetiker haben laut der Mitteilung «sozusagen die Nadel im Heuhaufen» gefunden.

Sie durchforsteten Unmengen an Daten und überprüften mit ausgeklügelter Labortechnik DNA-Abschnitte von verschiedenen Nackthunden.

Nackte und haarige Hunde untersucht

Ein Vergleich eines DNA-Abschnitts von nackten und behaarten Hunden brachte schliesslich bei den nackten Tieren eine Mutation zu Tage. Damit war das Gen mit dem Namen FOXI3 entdeckt.

Möglicherweise können die Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung in der weiteren Zukunft auch therapeutisch eingesetzt werden.

Wenn ein Gen und seine Funktionen bekannt seien, könne sein Produkt - ein Protein - möglicherweise später durch Medikamente beeinflusst werden oder es könne selbst als Wirkstoff dienen, erklärte Tosso Leeb vom Institut für Genetik der Vetsuisse-Fakultät der Universität Bern.

Noch kein Wundermittel

Gleichzeitig dämpft Leeb aber vorschnelle Hoffnungen: «Es ist nicht zu erwarten, dass sich ein Mann ein Wässerchen mit FOXI3 auf das lichte Haupt reiben kann und am nächsten Tag spriessen seine Haare wieder wie im Jugendalter.»

Aber ein besseres Verständnis des Haarwachstums könnte in Zukunft durchaus zur Entwicklung von wirksameren Therapien für spezifische Formen der Haarlosigkeit beitragen

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Artikel auf tagesschau.sf

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Mit einer anderen Ernährungsweise Vitamin- und Mineralstoffmangel verhindern

August 30th, 2008 von admin

Praktisch alle Menschen in Deutschland leiden unter einem mehr oder weniger ausgeprägten Vitamin- und Mineralstoffmangel, zeigt der Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), stellt Sven-David Müller-Nothmann vom Zentrum für Ernährungskommunikation und Gesundheitspublizistik (ZEK) in Köln bedauernd fest. Ernährungsexperten und Mediziner haben jetzt die Aufgabe, die Bevölkerung zur gesünderen Ernährungsweise anzuleiten, und auch die Politik und das Bildungswesen müssen die Fehlernährungsproblematik in Deutschland verstärkt aufgreifen und das Bewusstsein der Menschen fördern. Es ist erschreckend, dass laut Ernährungsbericht fast jeder in Deutschland von einem oder mehreren Vitaminen und Mineralstoffen zu wenig aufnimmt. Besonders häufig unzureichend ist die Zufuhr an

  • Folsäure
  • Biotin
  • Pantothensäure
  • Vitamin D
  • Kalzium
  • Jod
  • Fluorid
  • Zink

Häufige Anzeichen für eine Unterversorgung mit diesen Mikronährstoffen sind nach Aussagen von Sven-David Müller-Nothmann brüchige Fingernägel, Osteoporose, Zahnkaries, Kropf, Abwehrschwäche, Zeugungs- und Empfängnisprobleme, Fehlgeburten, Haarausfall, Müdigkeit, Erschöpfungszustände sowie hormonelle und metabolische Störungen. Aber wer leidet in Deutschland nicht unter diesen Problemen, hinterfragt der Autor des Buches „Vitamin-Ampel“ Müller-Nothmann, und trotzdem denkt kaum jemand darüber nach, was er wann und in welcher Menge isst. Scheinbar fehlt das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer gesundheitsförderlichen Ernährungsweise. Außerdem nehmen gerade mal 30 Prozent der Bevölkerung täglich Nahrungsergänzungsmittel ein. Dabei steht Vitamin C immer noch an der ersten Stelle, obwohl hierzulande praktisch niemand an einem Mangel daran leidet und Studien nicht einwandfrei nachweisen können, dass eine hohe Vitamin C-Dosis tatsächlich Fehlgeburten, Haarausfall, Müdigkeit, Erschöpfungszuständeverhindern kann. Eine optimale Vitamin- und Mineralstoffversorgung ist nur zu gewährleisten, wenn gesunde Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel gleichermaßen an Bedeutung gewinnen. Leider geistert immer noch die Vorstellung durch die Bevölkerung, dass Gemüse und Obst heute weniger Mikronährstoffe enthalten als vor hundert Jahren. Das ist natürlich nicht so, im Gegenteil, betont Sven-David Müller-Nothmann, der sich bei seiner Aussage auf eine Vielzahl von wissenschaftlichen Studien beruft.

Warum heute Ernährungsfachleute immer noch behaupten, dass es möglich ist, den Vitamin- und Mineralstoffbedarf allein durch eine gesundheitsförderliche Kost zu decken, kann ich nicht nachvollziehen, betont Müller-Nothmann, der darauf verweist, dass die Menschen so einfach nicht essen. Gerade mal zwei Prozent der Bevölkerung nehmen ausreichend Gemüse und Obst auf. Aber auf Präparate allein zu setzen, empfiehlt Sven-David Müller-Nothmann nicht, denn diese Produkte heißen ja Nahrungsergänzungs- und nicht Nahrungsersatzmittel. Eine Mär ist übrigens auch, dass solche Produkte zu Überdosierungen führen. In Wirklichkeit sind Nahrungsergänzungsmittel so dosiert, dass sie bei ordnungsgemäßer Einnahme niemals zu Schäden führen können. Andere Aussagen sind schlicht und ergreifend falsch und unwissenschaftlich, mokiert sich Müller-Nothmann über anders lautende Aussagen von so genannten Verbraucherschützern. Dramatisch ist, dass die Menschen in Deutschland zu wenig Kalzium und Vitamin D aufnehmen. Damit ist Osteoporose praktisch vorprogrammiert, betont Sven-David Müller-Nothmann.

Für die meisten Vitamine und Mineralstoffe bestehen im Organismus keine Speichermöglichkeiten, so dass täglich eine ausreichende Zufuhr notwendig ist. Andernfalls drohen rasch Mangelerscheinungen. Nur wer sich täglich gesundheitsbewusst und ausgewogen ernährt, kann mit einer optimalen Versorgung rechnen. Die kurzzeitige Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln ist unsinnig, da der Körper die enthaltenen Substanzen in der Regel nicht speichern kann. Daher sollten Gesundheitsbewusste solche Produkte möglichst lebensbegleitend einnehmen. Eine Vitaminkur hingegen ist kaum effektiv, stellt Müller-Nothmann klar. Eine unzureichende Zinkversorgung führt zu Abwehrschwäche und kann sich bei Diabetikern auch in einer schlechten Blutzuckereinstellung ausdrücken. Praktisch alle Menschen in Deutschland gehören zu einer oder sogar mehreren Risikogruppen für eine Mikronährstoffunterversorgung. Und trotzdem verhalten sich viele Ernährungsorganisationen so, als sei bei Vitaminen und Mineralstoffen alles in Butter, stellt Sven-David Müller-Nothmann kritisch heraus. Nahrungsergänzungsmittel sowie andere Angebotsformen von Vitamin- und Mineralstoffprodukten sollten aber durch Studien nachweisen können, dass der Körper sie überhaupt aufnehmen kann. Die Bioverfügbarkeit spielt eine besondere Rolle, und daher sind zeitverzögerte Präparate, die der Verbraucher am Zusatz „Depot“ erkennt, grundsätzlich vorzuziehen. Eine chronologische Steuerung der Vitamin- und Mineralstoff-Freisetzung ist wirklich sinnvoll. Mit so genannten Depotpräparaten erhält der Organismus einfach eine bessere Versorgung, betont Müller-Nothmann.

Viele Menschen sind vor den Regalen in Drogerien und Apotheken einfach überfordert und wissen nicht, welches Produkt sie bevorzugen sollen. Grundsätzlich empfehlenswert sind Multipräparate, die von allen lebenswichtigen Vitaminen und Mineralstoffen eine relativ niedrige Dosis enthalten. Damit macht niemand etwas falsch, aber die Gesundheit gewinnt, macht Sven-David Müller-Nothmann deutlich. Die Mediziner in Deutschland unterschätzen leider noch immer die therapeutischen Möglichkeiten, die Mikronährstoffe haben. Eine hochdosierte Magnesiumzufuhr kann beispielsweise vielen Migränepatienten Schmerzbefreiung bringen, klärt Müller-Nothmann auf. Außerdem entlarvt Sven-David Müller-Nothmann noch eine der Lieblingsgeschichten von Ernährungswissenschaftlern, die behaupten, dass viele Menschen Vitamine und Mineralstoffe als Alibi für eine ungesunde Ernährungsweise einnehmen. Eine von Gottfried Ulbricht vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIFE) publizierte Studie beweist genau das Gegenteil. Menschen, die sich gesundheitsförderlich ernähren, haben eine Affinität zu Nahrungsergänzungsmitteln, während Menschen, die sich ungesund ernähren, auch solche Produkte nicht einnehmen. Besonders gut sind die Bioverfügbarkeit und damit auch die Effektivität bei Konzentraten, die wie Tomatenmark oder Fruchtpasten aus Lebensmitteln stammen. Ich kann Menschen, die an unspezifischen Beschwerden, die auf eine Unterversorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen hinweisen, leiden, nur empfehlen, den Speiseplan umzustellen und zusätzlich regelmäßig Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Wie wahrscheinlich alle anderen Ernährungsexperten auch ergänze ich täglich meine Mikronährstoffzufuhr durch Präparate, teilt Sven-David Müller-Nothmann mit. Wieso Ernährungswissenschaftler und Ernährungsverbände wider besseres Wissen immer noch davor warnen, kann ich nicht nachvollziehen, so Müller-Nothmann abschließend.

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Artikel auf: kostenlosepr

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